Begrüssung

Die Schweiz zählt derzeit 128'200 Personen, die an Alzheimer oder anderen Demenzformen erkrankt sind. Ein Medikament, das die Krankheit heilen könnte, existiert immer noch nicht. Das Alter gilt als Hauptrisikofaktor, und die Lebenserwartung der Bevölkerung in der Schweiz nimmt weiterhin zu. Bis zum Jahr 2045 werden voraussichtlich rund 270'000 Personen von dieser neurodegenerativen Erkrankung betroffen sein. Diese Entwicklung stellt für die Politik eine Herausforderung dar, dies sowohl bezüglich der Sozialpolitik wie auch der Organisation und Finanzierung unseres Gesundheitssystems. Im Jahr 2019 haben Demenzerkrankungen Gesamtkosten in der Höhe von 11.8 Milliarden Franken verursacht, davon gehen 6.3 Milliarden zulasten des Gesundheitssystem. Fast die Hälfte - 5.5 Milliarden - werden von den pflegenden Angehörigen getragen. 

Was kann angesichts dieser Situation unternommen werden? Kann man der Alzheimer-Krankheit und anderen Demenzformen vorbeugen? Ist es möglich, das Auftreten dieser Krankheit zu verhindern, zum Beispiel durch einen gesunden Lebensstil, indem man mit dem Rauchen aufhört, sich regelmässig körperlich betätigt oder auf die Qualität seines Schlafes achtet? Halten Antidementiva-Medikamente ihre Versprechen, und können sie das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen? Sind die Hoffnungen auf die pharmazeutische Forschung gerechtfertigt? Bis wann darf vernünftigerweise mit einem Impfstoff oder einem Medikament gerechnet werden? Wie wird die Krankheit diagnostiziert, und welchen Stellenwert hat die Frühdiagnostik, wenn es derzeit keine Heilung für diese Krankheit gibt? Wie beantwortet die Wissenschaft diese Fragen?   

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, führen Alzheimer Schweiz und Public Health Schweiz zusammen die erste Nationale Demenzkonferenz durch. Unter dem Titel «Demenzprävention: Möglichkeiten und Grenzen» lädt die Veranstaltung zu umfassenden Überlegungen ein und beleuchtet das Thema der Prävention der Alzheimer-Krankheit und anderen Demenzformen aus der Perspektive der öffentlichen Gesundheit.  


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Die Nationale Demenzkonferenz ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Alzheimer Schweiz und Public Health Schweiz. Sie zielt darauf ab, Brücken zwischen der wissenschaftlichen Forschung und der Praxis zu bauen und eine Public-Health-Perspektive auf Demenzerkrankungen zu bieten.   

Indem sie sich jedes Jahr mit einem anderen Aspekt dieser Krankheit befasst und den interdisziplinären Austausch fördert, leistet die Konferenz einen Beitrag zum Wissen über Demenz bei Fachpersonen und der interessierten Öffentlichkeit.