Programm

9:00

Einloggen

9:30

Begrüssungsansprache

Ursula Zybach, Präsidentin Public Health Schweiz | Dr. iur. Catherine Gasser, Zentralpräsidentin Alzheimer Schweiz |
Anne Lévy, Direktorin Bundesamt für Gesundheit (DE)

9:45

Plenarsitzung 1:
Kann man Demenz vorbeugen?
Moderation: Ursula Zybach

Demenzprävention, öffentliche Gesundheit und Epidemiologie, Prof. PhD Emiliano Albanese, Institute of Global Health, Genf (FR) Modifizierbare und nichtmodifizierbare Risikofaktoren der Demenzerkrankungen, Prof. Dr. med. Giovanni Frisoni, Memory Clinic, Genf (FR)

10:45

Pause

11:00

Plenarsitzung 2:
Diagnostik und Behandlung
Moderation: Prof. Bogdan Draganski

Aktueller Stand zur Demenzdiagnostik, Dr. med. Dan Georgescu, Psychiatrische Dienste Aargau AG (FR) Nicht medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten bei Demenz, Prof. Dr. med. Armin von Gunten, CHUV, Lausanne (FR)

12:00

Mittagspause

13:00

Parallele Sessionen

Parallelsession 1 Risikominderung bei Demenz? Moderation: Prof. Dr. med. Jean-Marie Annoni
  • Schlafstörungen, Alzheimerkrankheit und MCI, Prof. Dr. med. Claudio Bassetti, Universitätsklinik für Neurologie, Bern (DE)
  • Kognitive Interventionen bei Demenz, Prof. Dr. Andreas U. Monsch, Memory Clinic, Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER, Basel (DE)
Parallelsession 2 Technologische Unterstützung Moderation: Prof. Dr. med. Jean-François Demonet
    • Assistive Technologien für Demenz-Patienten – Aktueller Stand und Ausblick, Prof. Dr. Tobias Nef, Artorg Zentrum Bern (DE)
 
  • Technikeinsatz: Fluch oder Segen? Prof. Dr. med. Dr. phil. Nikola Biller-Andorno, Insti- tut für Biomedizinische Ethik und Medizin- geschichte, Universität Zürich (DE)

Parallelsession 3
Soziale Gesundheit
Moderation: Isabel Zihlmann

    • Einfluss der sozialen Gesundheit auf das Risiko, eine Demenz zu ent- wickeln, Prof. Dr. med. Christophe Bula, CHUV, Lausanne (FR)

 

  • Lebensqualität bei Menschen mit Demenz, Dr. phil. Sandra Oppikofer, Zentrum für Gerontologie, Universität Zürich (DE)
Parallelsession 4 Pharmakologische Interventionen Moderation: Dr. phil. Stefanie Becker
    • Aktueller Stand der Forschung, Prof. Dr. med. Giovanni Frisoni, Memory Clinic, Genf (FR)
 
  • Wirkung und Nutzen medikamentöser Behandlung, Prof. Dr. med. Stefan Klöppel, Universitätsklinik für Alterspsychiatrie und Psychotherapie der UPD, Bern (DE)

14:00

Pause

14:15

Plenarsitzung 3:
Behandlungsmöglichkeiten für ein gutes Leben mit Demenz
Moderation: Dr. phil. Stefanie Becker

Der Praxisblick: Mit Demenz daheim – dank betreuender Angehöriger und Spitex, Pascale Gmür, Autorin, Zürich (DE)

Depression und Demenz: Unterscheidung, Überschneidung und Behandlung, Prof. Dr. med. Stefan Klöppel, Universitätsklinik für Alterspsychiatrie und Psychotherapie der UPD, Bern (DE)

15:15

Schlussworte
Dr. phil. Stefanie Becker, Alzheimer Schweiz | Dr. phil. nat. und sci. med. Corina Wirth, Public Health Schweiz (DE)

15:30

Ende der Konferenz

Abstract

Unterschiedliche Wahrnehmungen von Demenz im Migrationskontext: Herausforderungen und Chancen

Die Wahrnehmung von Demenz und von Demenzbetroffenen variiert je nach kulturellem, gesellschaftlichem und historischem Kontext und beeinflusst sowohl die Anerkennung als auch das Erleben der Erkrankung. In zahlreichen Weltregionen ist Demenz nach wie vor weitgehend unbekannt und wird aufgrund anderer Prioritäten und einer kürzeren Lebensdauer nicht als gesundheitliches Problem identifiziert. In der Schweiz stellt sich durch die älter werdende Bevölkerung, auch von immer mehr Menschen mit verschiedensten Migrationshintergründen, die Frage, wie es um einen gerechten Zugang zur Gesundheitsversorgung, um Verständnis und Begleitung von Demenzbetroffenen bestellt ist. Der Vortrag gibt Einblick in unterschiedliche Wahrnehmungen von Demenz und thematisiert die Herausforderungen und Chancen, die sich in Hinblick auf Prävention, Begleitung und die Erbringung von Versorgungsleistungen ergeben.

Abstract

Wir fassen den aktuellen Erkenntnisstand über die sozialen Faktoren von Demenz und deren Behandlung aus einer Lebensverlaufsperspektive zusammen. Der Vortrag zeigt, wie soziale Ungleichheiten in Bezug auf Kindheit, Bildung, Lebensbedingungen, wirtschaftliche Ressourcen und berufliche Laufbahnen sowohl das Risiko für eine Demenzerkrankung als auch den Zugang zu und die Qualität von Gesundheitsversorgung beeinflussen. Wir reflektieren die Rolle des Gesundheitssystems und der nationalen Politik hinsichtlich der Verringerung von sozialen Ungleichheiten kritisch und zeigen Handlungsmöglichkeiten auf systemischer und gesellschaftlicher Ebene für mehr Chancengleichheit auf.

Abstract

Menschen mit Demenz (MmD) erleben ihre Krankheit nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit ihren individuellen, Lebensrealitäten, wie Geschlecht, soziale Lage, Bildung, sexuelle Orientierung, Migrationserfahrung, Vorerkrankungen (Multimorbidität), Behinderung. Diese Merkmale überlagern sich und beeinflussen wesentlich, wie (und ob) Menschen Zugang zu Unterstützung haben und/oder wie vorhandene Angebote in Anspruch genommen werden. Der Vortrag führt in diese komplexe, aber immer wichtiger werdende Thematik der «Intersektionalität» ein, klärt den Begriff und zeigt anhand aktueller Forschung und Praxisbeispielen, in welchen Situationen ein intersektionaler Ansatz dabei unterstützen kann, Versorgungsgerechtigkeit zu fördern und Diskriminierung abzubauen.