Programm

Diagnostik und Früherkennung von Demenzerkrankungen

8:30

Registrierung und Kaffee 

9:15

Begrüssungsansprache

Dr. iur. Catherine Gasser, Zentralpräsidentin Alzheimer Schweiz (DE)
Ursula Zybach, Präsidentin Public Health Schweiz (DE)

9:25

Testimonial

Stefan Müller und Nadine Haldemann (DE)

9:30

Keynote Session I
Erste Krankheitszeichen und Erkennung der Krankheit

Chair: Prof. Dr. med. Jean-Marie Annoni

Erste Krankheitszeichen und die Rolle der Angehörigen in der Erkennung der Demenz,
Prof. Dr. phil. Sandrine Pihet, Professorin FH, Hochschule für Gesundheit Freiburg (FR)

Demenzdiagnostik in der Hausarztpraxis: Möglichkeiten, Grenzen, Herausforderungen,
Dr. med. Sébastien Jotterand , Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Centre médical d’Aubonne (FR)

Aufsuchende Diagnostik bei Demenzerkrankungen: die Rolle der Pflegefachpersonen,
Franziska Muser, Beraterin, AIDA-Care (DE)

Diskussion

11:00

Pause

11:30

Keynote Session II
Herausforderungen der Diagnostik

Chair: Prof. Dr. Bogdan Draganski

State of the Art in der Diagnosestellung bei Demenz: Die Empfehlungen der SMC,
Dr. med. Ansgar Felbecker, Leitender Arzt, Memory Clinic St. Gallen (DE)

Herausforderung der Diagnostik bei der Lewy Body Demenz,
Dr. med. Frédéric Assal, Leitender Arzt Abteilung Neuropsychologie-Logopädie, HUG (FR) 

Herausforderung der Diagnostik von Frontotemporaler Demenz,
PD Dr. med. Marc Sollberger, Leitender Arzt Neurologie, Memory Clinic Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER, Basel (DE)

Diskussion

12:50

Mittagspause

14:00

Keynote Session III
Begleitung nach der Diagnose

Chair: Dr. phil. Stefanie Becker

Diagnoseübermittlung und Begleitung der Betroffenen: Best clinical practices,
Dr. med. Irene Bopp, Leitende Ärztin, Universitäre Klinik für Akutgeriatrie im Stadtspital Waid (DE)

Herausforderung der Diagnostik bei vulnerablen Gruppen,
PD Dr. med. Philip Bruggmann, Chefarzt Innere Medizin, Arud Zentrum für Suchtmedizin, Zürich (DE)

Diskussion

15:05

Pause

15:30

Referate & Podiumsdiskussion
Frühdiagnostik: Können, wollen und sollen wir frühe Diagnosen stellen?

Moderation: Pia Coppex

Frühdiagnostik: Aktueller Stand der medizinischen Forschung, Instrumente,
Dr. med. Olivier Rouaud, Neurologe, Centre Leenaards de la mémoire, CHUV Lausanne (FR)

Frühdiagnostik: Ethische Dilemma. Ergebnisse aus den NFP 74 «Früherkennung von Demenz: Kantonale Politik und ethische Herausforderungen»,
Prof. Dr. Barbara Lucas, Professorin, Genfer Hochschule für Soziale Arbeit (FR)

Podiumsdiskussion: Was bringt die Frühdiagnostik? Ethische Überlegungen. Was sind mögliche Zukunftsszenarien?
Prof. Dr. Samia Hurst, Direktorin des Instituts für Ethik, Geschichte, Geisteswissenschaften, Universität Genf (FR), Dr. med. Olivier Rouaud (FR), Dr. med. Sébastien Jotterand (FR) 

16:45

Schlusswort

Dr. phil. Stefanie Becker, Direktorin Alzheimer Schweiz (DE)
Dr. phil. nat. et sci. med. Corina Wirth, Geschäftsführerin Public Health Schweiz (DE)

17:00

Ende der Konferenz

8:30Registrierung und Kaffee
9:15BegrüssungsanspracheDr. iur. Catherine Gasser, Zentralpräsidentin Alzheimer Schweiz
Ursula Zybach, Präsidentin Public Health Schweiz
9:25TestimonialStefan Müller und Nadine Haldemann
9:30Keynote Session I
Erste Krankheitszeichen und Erkennung der Krankheit
Chair: Prof. Dr. med. Jean-Marie Annoni
Erste Krankheitszeichen und die Rolle der Angehörigen in der Erkennung der Demenz,
Prof. Dr. phil. Sandrine Pihet, Professorin FH, Hochschule für Gesundheit Freiburg

Demenzdiagnostik in der Hausarztpraxis: Möglichkeiten, Grenzen, Herausforderungen,
Dr. med. Sébastien Jotterand , Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Centre médical d’Aubonne (FR)

Aufsuchende Diagnostik bei Demenzerkrankungen: die Rolle der Pflegefachpersonen,
Franziska Muser, Beraterin, AIDA-Care (DE)

Diskussion
11:00Pause
11:30Keynote Session II
Herausforderungen der Diagnostik
Chair: Prof. Dr. Bogdan Draganski
State of the Art in der Diagnosestellung bei Demenz: Die Empfehlungen der SMC,
Dr. med. Ansgar Felbecker, Leitender Arzt, Memory Clinic St. Gallen (DE)

Herausforderung der Diagnostik bei der Lewy Body Demenz,
Dr. med. Frédéric Assal, Leitender Arzt Abteilung Neuropsychologie-Logopädie, HUG (FR)

Herausforderung der Diagnostik von Frontotemporaler Demenz,
PD Dr. med. Marc Sollberger, Leitender Arzt Neurologie, Memory Clinic Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER, Basel (DE)

Diskussion
12:50Mittagspause
14:00Keynote Session III
Begleitung nach der Diagnose
Chair: Dr. phil. Stefanie Becker
Diagnoseübermittlung und Begleitung der Betroffenen: Best clinical practices,
Dr. med. Irene Bopp, Leitende Ärztin, Universitäre Klinik für Akutgeriatrie im Stadtspital Waid (DE)

Herausforderung der Diagnostik bei vulnerablen Gruppen,
PD Dr. med. Philip Bruggmann, Chefarzt Innere Medizin, Arud Zentrum für Suchtmedizin, Zürich (DE)

Diskussion
15:05Pause
15:30Referate & Podiumsdiskussion
Frühdiagnostik: Können, wollen und sollen wir frühe Diagnosen stellen?
Moderation: Pia Coppex
Frühdiagnostik: Aktueller Stand der medizinischen Forschung, Instrumente,
Dr. med. Olivier Rouaud, Neurologe, Centre Leenaards de la mémoire, CHUV Lausanne (FR)

Frühdiagnostik: Ethische Dilemma. Ergebnisse aus den NFP 74 «Früherkennung von Demenz: Kantonale Politik und ethische Herausforderungen»,
Prof. Dr. Barbara Lucas, Genfer Hochschule für Soziale Arbeit (FR)

Podiumsdiskussion: Was bringt die Frühdiagnostik? Ethische Überlegungen. Was sind mögliche Zukunftsszenarien?
Prof. Dr. Samia Hurst, Direktorin des Instituts für Ethik, Geschichte, Geisteswissenschaften, Universität Genf (FR), Dr. med. Olivier Rouaud (FR), Dr. med. Sébastien Jotterand (FR)
16:45SchlusswortDr. phil. Stefanie Becker, Direktorin Alzheimer Schweiz,

Dr. phil. nat. et sci. med. Corina Wirth, Geschäftsführerin Public Health Schweiz
17:00Ende der Konferenz

Abstract

Sicherheit ohne Bevormundung: Teilhabe und Selbstbestimmung bei Demenz

Wir begleiten Menschen mit Demenz und ihre Nahestehenden im Spannungsfeld zwischen Schutzpflicht und Selbstbestimmung. Der Beitrag stellt einen klaren Handlungsrahmen vor, der geteilte oder unterstützte Entscheidungsfindung mit einem Stufenplan für Sicherheit im Alltag verbindet. Er zeigt, wie Fachpersonen Diversität, Gleichberechtigung und bedarfsgerechte Unterstützung konkret berücksichtigen können. Praxisnahe Beispiele verdeutlichen die Rolle von Fachpersonen als Ermöglichende, Koordinierende und Anwält:innen. Zudem wird das Potenzial von Caring Communities (kein Pflegeersatz) für Entlastung und passende Zugänge aufgezeigt.

Abstract

Demenz und Migration

Die Versorgung von Menschen mit Demenz und Migrationsgeschichte ist häufig durch sprachliche, strukturelle und kulturelle Barrieren geprägt. Mit fortschreitender Demenz verlieren viele Betroffene ihre Zweitsprache und kehren emotional zu ihrer Herkunftskultur zurück. Die Fallvignette einer Frau aus Bosnien zeigt, wie Musik, Rituale, Tradition und Muttersprache zu zentralen Ressourcen des Personseins werden und welche biografisch-kulturellen Bedürfnisse im Versorgungskontext sichtbar werden.

Abstract

Unterschiedliche Wahrnehmungen von Demenz im Migrationskontext: Herausforderungen und Chancen

Die Wahrnehmung von Demenz und von Demenzbetroffenen variiert je nach kulturellem, gesellschaftlichem und historischem Kontext und beeinflusst sowohl die Anerkennung als auch das Erleben der Erkrankung. In zahlreichen Weltregionen ist Demenz nach wie vor weitgehend unbekannt und wird aufgrund anderer Prioritäten und einer kürzeren Lebensdauer nicht als gesundheitliches Problem identifiziert. In der Schweiz stellt sich durch die älter werdende Bevölkerung, auch von immer mehr Menschen mit verschiedensten Migrationshintergründen, die Frage, wie es um einen gerechten Zugang zur Gesundheitsversorgung, um Verständnis und Begleitung von Demenzbetroffenen bestellt ist. Der Vortrag gibt Einblick in unterschiedliche Wahrnehmungen von Demenz und thematisiert die Herausforderungen und Chancen, die sich in Hinblick auf Prävention, Begleitung und die Erbringung von Versorgungsleistungen ergeben.

Abstract

Wir fassen den aktuellen Erkenntnisstand über die sozialen Faktoren von Demenz und deren Behandlung aus einer Lebensverlaufsperspektive zusammen. Der Vortrag zeigt, wie soziale Ungleichheiten in Bezug auf Kindheit, Bildung, Lebensbedingungen, wirtschaftliche Ressourcen und berufliche Laufbahnen sowohl das Risiko für eine Demenzerkrankung als auch den Zugang zu und die Qualität von Gesundheitsversorgung beeinflussen. Wir reflektieren die Rolle des Gesundheitssystems und der nationalen Politik hinsichtlich der Verringerung von sozialen Ungleichheiten kritisch und zeigen Handlungsmöglichkeiten auf systemischer und gesellschaftlicher Ebene für mehr Chancengleichheit auf.

Abstract

Menschen mit Demenz (MmD) erleben ihre Krankheit nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit ihren individuellen, Lebensrealitäten, wie Geschlecht, soziale Lage, Bildung, sexuelle Orientierung, Migrationserfahrung, Vorerkrankungen (Multimorbidität), Behinderung. Diese Merkmale überlagern sich und beeinflussen wesentlich, wie (und ob) Menschen Zugang zu Unterstützung haben und/oder wie vorhandene Angebote in Anspruch genommen werden. Der Vortrag führt in diese komplexe, aber immer wichtiger werdende Thematik der «Intersektionalität» ein, klärt den Begriff und zeigt anhand aktueller Forschung und Praxisbeispielen, in welchen Situationen ein intersektionaler Ansatz dabei unterstützen kann, Versorgungsgerechtigkeit zu fördern und Diskriminierung abzubauen.