Programm

Lebensqualität bei Demenz: die Rolle nichtmedikamentöser Interventionen

08:30

Registrierung 

09:15

Begrüssungsansprache

Dr. med. Thomas Steffen, Präsident Public Health Schweiz (DE)

Dr. iur. Catherine Gasser, Zentralpräsidentin Alzheimer Schweiz (DE)

09:30

Eröffnungsreferat

Lebensqualität bei Demenz: Begrifflichkeit, Messung und Instrumente
Dr. phil. Sandra Oppikofer, Leiterin Entwicklung und Evaluation, Zentrum für Gerontologie, Universität Zürich (DE)

Diskussion

09:55

Keynote Session I

Wissenschaftliche Evidenz, Wirksamkeit, und Wirtschaftlichkeit 

Chair: Sabine Schläppi

Nichtmedikamentöse Interventionen: Typologie, wissenschaftliche Evidenz und Lebensqualität
Dr. Andrea Brioschi Guevara, Neuropsychologin, Centre Leenaards de la mémoire, CHUV Lausanne (FR)

 

Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit nichtmedikamentöser Interventionen: Der Ansatz der werteorientierten Gesundheitsversorgung
Prof. Dr. Simon Wieser, Leiter Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie, ZHAW (DE)

 

Diskussion

10:50

Pause

11:20

Keynote Session II

Medizinische Interventionen

Chair: Dr. med. Irene Bopp-Kistler

Die Rolle der Ergotherapie in der Behandlung von an Demenz erkrankten Personen
Prof. Dr. Isabel Margot-Cattin, Assoziierte Professorin, HETSL | HES-SO (FR)

 

Demenzerkrankung und Lebensqualität: Der Beitrag der Sprachtherapie
Dr. Elisa Choudery, Dozentin, Schweizer Hochschule für Logopädie, Rorschach (DE)

 

Ressourcenfördernde Physiotherapie bei Menschen mit Demenz
Daniela Frehner, Physiotherapeutin FH & Dozentin Institut für Physiotherapie, ZHAW (DE)

 

Diskussion

12:35

Mittagspause

13:40

Einblick in Praxisbeispiele

Praxisbeispiele von lebensqualitätserhaltenden Interventionen für Menschen mit Demenz
Margit Jochum, Leiterin Koordinationsstelle Nationale Plattform Demenz, BAG (DE)

13:50

Keynote Session III

Musiktherapie, Validation und Puppentherapie

Chair: Isabel Zihlmann

Musiktherapie, Demenz und Lebensqualität: Wirkungen und Nutzen für Menschen mit Demenz
Andreas Huber, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität Zürich (DE)

Welche Erkenntnisse liefert die Puppentherapie für nichtmedikamentöse Interventionen?
Rita Pezzati, Psychotherapeutin & Dozentin, Departement Betriebswirtschaft, Gesundheit, Soziales, SUPSI (FR)

Integrative Validation und Lebensqualität nach Nicole Richard bei Menschen mit Demenz

Franziska Büttler, Pflegefachfrau HF & Validationstrainerin, Praxiswissen Demenz GmbH (DE)

Diskussion

15:05

Testimonial

Birgitta Martensson, ehem. Direktorin Alzheimer Schweiz (1999-2015) (FR)

15:20

Pause

15:45

Inputreferat

Leben mit Alzheimer in einer Einrichtung: Welche Auswirkungen haben die Kontexte auf die Lebensqualität?
Dr. Alexandre Lambelet, Dozent, HETSL | HES-SO (FR)

16:00

Podiumsdiskussion

Unterschiedliche Wohnformen: Wirkung auf Lebensqualität von Erkrankten und ihren Angehörigen

Moderation: Jérôme Cosandey

Gäste: 

Josef Huber, Dozent & Leiter SimDeC, Ostschweizer Fachhochschule OST (DE)

Anja Stauffer, Leiterin Pflege, Spitex Bern (DE)

Felix Bohn, Geschäftsführer & Fachberater, Wohnen im Alter GmbH (DE)

Edith Kaufmann, Bereichsleiterin Pflege und Betreuung, Hof Rickenbach (DE)

Yvette Kummert, Leiterin Pflege und Betreuung, Juradorf Wiedlisbach (DE)

16:50

Schlusswort

Dr. phil. Stefanie Becker, Direktorin Alzheimer Schweiz (DE)
Dr. phil. nat. et sci. med. Corina Wirth, Geschäftsführerin Public Health Schweiz (DE)

17:00

Ende der Konferenz

8:30Registrierung und Kaffee
9:15BegrüssungsanspracheDr. med. Thomas Steffen, Präsident Public Health Schweiz
Dr. iur. Catherine Gasser, Zentralpräsidentin Alzheimer Schweiz
9:30EröffnungsreferatLebensqualität bei Demenz: Begrifflichkeit, Messung und Instrumente
Dr. phil. Sandra Oppikofer, Leiterin Entwicklung und Evaluation, Zentrum für Gerontologie, Universität Zürich (DE)

Diskussion
10:00Keynote Session I
Wissenschaftliche Evidenz, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit
Chair: Sabine Schläppi
Nichtmedikamentöse Interventionen: Typologie, wissenschaftliche Evidenz und Lebensqualität
Dr. Andrea Brioschi Guevara, Neuropsychologue, Centre Leenaards de la mémoire, CHUV Lausanne (FR)

Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit nicht-medikamentöser Interventionen: Der Ansatz der werteorientierten Gesundheitsversorgung
Prof. Dr. Simon Wieser, Leiter Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie, ZHAW (DE)

Diskussion
10:50Pause
11:20Keynote Session II
Medizinische Interventionen
Chair: Dr. med. Irene Bopp-Kistler
Die Rolle der Ergotherapie in der Behandlung von an Demenz erkrankten Personen
Prof. Dr. Isabel Margot-Cattin, Assoziierte Professorin, HETSL | HES-SO (FR)

Demenzerkrankung und Lebensqualität: Der Beitrag der Sprachtherapie
Dr. Elisa Choudery, Dozentin, Schweizer Hochschule für Logopädie, Rorschach (DE)

Physiotherapie zur Ressourcenförderung bei Menschen mit Demenz
Daniela Frehner, Physiotherapeutin FH & Dozentin Institut für Physiotherapie, ZHAW (DE)

Diskussion
12:35Mittagspause
13:40Einblick in PraxisbeispielePraxisbeispiele von lebensqualitätserhaltenden Interventionen für Menschen mit Demenz
Margrit Jochum, Leiterin Koordinationsstelle Nationale Plattform Demenz, BAG (DE)
13:50Keynote Session III
Musiktherapie, Validation und Puppentherapie
Chair: Isabel Zihlmann
Musiktherapie, Alzheimer und Lebensqualität: Wirkungen und Nutzen für demenzerkrankte Personen?
Andreas Huber, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität Zürich (DE)

Welche Rolle spielt die Puppentherapie in den nichtmedikamentösen Interventionen?
Rita Pezzati, Psychotherapeutin & Dozentin, Departement Betriebswirtschaft, Gesundheit, Soziales, SUPSI (FR)

Validation in der Pflege und Betreuung von Demenzerkrankten
Franziska Büttler, Pflegefachfrau HF & Validationstrainerin, Praxiwissen Demenz GmbH (DE)

Diskussion
14:05TestimonialBirgitta Martensson, ehem. Direktorin Alzheimer Schweiz (1999-2015) (FR)
15:20Pause
15:45InputreferatLeben mit Alzheimer in einer Einrichtung: Welche Auswirkungen haben die Kontexte auf die Lebensqualität?
Dr. Alexandre Lambelet, Dozent, HETSL | HES-SO (FR)
16:00Podiumsdiskussion
Unterschiedliche Wohnformen: Wirkung auf Lebensqualität von Erkrankten und ihren Angehörigen
Moderation: Jérôme Cosandey
Gäste:
Josef Huber, Dozent & Leiter SimDeC, Ostschweizer Fachhochschule OST (DE)

Anja Stauffer, Leiterin Pflege, Spitex Bern (DE)

Edith Kaufmann, Bereichsleiterin Pflege und Betreuung, Hof Rickenbach (DE)

Yvette Kummert, Leiterin Pflege und Betreuung, Juradorf Wiedlisbach (DE)

weitere folgen…
16:45SchlusswortDr. phil. Stefanie Becker, Direktorin Alzheimer Schweiz,

Dr. phil. nat. et sci. med. Corina Wirth, Geschäftsführerin Public Health Schweiz
17:00Ende der Konferenz

Abstract

Sicherheit ohne Bevormundung: Teilhabe und Selbstbestimmung bei Demenz

Wir begleiten Menschen mit Demenz und ihre Nahestehenden im Spannungsfeld zwischen Schutzpflicht und Selbstbestimmung. Der Beitrag stellt einen klaren Handlungsrahmen vor, der geteilte oder unterstützte Entscheidungsfindung mit einem Stufenplan für Sicherheit im Alltag verbindet. Er zeigt, wie Fachpersonen Diversität, Gleichberechtigung und bedarfsgerechte Unterstützung konkret berücksichtigen können. Praxisnahe Beispiele verdeutlichen die Rolle von Fachpersonen als Ermöglichende, Koordinierende und Anwält:innen. Zudem wird das Potenzial von Caring Communities (kein Pflegeersatz) für Entlastung und passende Zugänge aufgezeigt.

Abstract

Demenz und Migration

Die Versorgung von Menschen mit Demenz und Migrationsgeschichte ist häufig durch sprachliche, strukturelle und kulturelle Barrieren geprägt. Mit fortschreitender Demenz verlieren viele Betroffene ihre Zweitsprache und kehren emotional zu ihrer Herkunftskultur zurück. Die Fallvignette einer Frau aus Bosnien zeigt, wie Musik, Rituale, Tradition und Muttersprache zu zentralen Ressourcen des Personseins werden und welche biografisch-kulturellen Bedürfnisse im Versorgungskontext sichtbar werden.

Abstract

Unterschiedliche Wahrnehmungen von Demenz im Migrationskontext: Herausforderungen und Chancen

Die Wahrnehmung von Demenz und von Demenzbetroffenen variiert je nach kulturellem, gesellschaftlichem und historischem Kontext und beeinflusst sowohl die Anerkennung als auch das Erleben der Erkrankung. In zahlreichen Weltregionen ist Demenz nach wie vor weitgehend unbekannt und wird aufgrund anderer Prioritäten und einer kürzeren Lebensdauer nicht als gesundheitliches Problem identifiziert. In der Schweiz stellt sich durch die älter werdende Bevölkerung, auch von immer mehr Menschen mit verschiedensten Migrationshintergründen, die Frage, wie es um einen gerechten Zugang zur Gesundheitsversorgung, um Verständnis und Begleitung von Demenzbetroffenen bestellt ist. Der Vortrag gibt Einblick in unterschiedliche Wahrnehmungen von Demenz und thematisiert die Herausforderungen und Chancen, die sich in Hinblick auf Prävention, Begleitung und die Erbringung von Versorgungsleistungen ergeben.

Abstract

Wir fassen den aktuellen Erkenntnisstand über die sozialen Faktoren von Demenz und deren Behandlung aus einer Lebensverlaufsperspektive zusammen. Der Vortrag zeigt, wie soziale Ungleichheiten in Bezug auf Kindheit, Bildung, Lebensbedingungen, wirtschaftliche Ressourcen und berufliche Laufbahnen sowohl das Risiko für eine Demenzerkrankung als auch den Zugang zu und die Qualität von Gesundheitsversorgung beeinflussen. Wir reflektieren die Rolle des Gesundheitssystems und der nationalen Politik hinsichtlich der Verringerung von sozialen Ungleichheiten kritisch und zeigen Handlungsmöglichkeiten auf systemischer und gesellschaftlicher Ebene für mehr Chancengleichheit auf.

Abstract

Menschen mit Demenz (MmD) erleben ihre Krankheit nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit ihren individuellen, Lebensrealitäten, wie Geschlecht, soziale Lage, Bildung, sexuelle Orientierung, Migrationserfahrung, Vorerkrankungen (Multimorbidität), Behinderung. Diese Merkmale überlagern sich und beeinflussen wesentlich, wie (und ob) Menschen Zugang zu Unterstützung haben und/oder wie vorhandene Angebote in Anspruch genommen werden. Der Vortrag führt in diese komplexe, aber immer wichtiger werdende Thematik der «Intersektionalität» ein, klärt den Begriff und zeigt anhand aktueller Forschung und Praxisbeispielen, in welchen Situationen ein intersektionaler Ansatz dabei unterstützen kann, Versorgungsgerechtigkeit zu fördern und Diskriminierung abzubauen.