Referentinnen und Referenten

Wieser- Nationale Demenzkonferenz 2023 – Public Health Schweiz – Alzheimer Schweiz

Prof. Dr. Simon Wieser

Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie, ZHAW

Dr. phil. Sandra Oppikofer - Nationale Demenzkonferenz – Public Health Schweiz – Alzheimer Schweiz

Dr. phil. Sandra Oppikofer

Zentrum für Gerontologie, Universität Zürich

Nationale Demenzkonferenz 2023 - Conférence nationale sur la démence 2023- Alzheimer Schweiz- Public Health Schweiz

Dr. Andrea Brioschi Guevara

Centre Leenaards de la mémoire, CHUV Lausanne

Nationale Demenzkonferenz 2023 - Conférence nationale sur la démence 2023- Alzheimer Schweiz- Public Health Schweiz

Dr. Alexandre Lambelet

HETSL | HES-SO

Nationale Demenzkonferenz 2023 - Conférence nationale sur la démence 2023- Alzheimer Schweiz- Public Health Schweiz

Birgitta Martensson

ehem. Direktorin Alzheimer Schweiz (1999-2015)

Nationale Demenzkonferenz 2023 - Conférence nationale sur la démence 2023- Alzheimer Schweiz- Public Health Schweiz

Prof. Dr. Isabel Margot-Cattin

HETSL | HES-SO

Nationale Demenzkonferenz 2023 - Conférence nationale sur la démence 2023- Alzheimer Schweiz- Public Health Schweiz

Dr. Elisa Choudery

Schweizer Hochschule für Logopädie, Rorschach

Nationale Demenzkonferenz 2023 - Conférence nationale sur la démence 2023- Alzheimer Schweiz- Public Health Schweiz

Daniela Frehner

ZHAW

Franziska Büttler

Praxiwissen Demenz GmbH

Nationale Demenzkonferenz 2023 - Conférence nationale sur la démence 2023- Alzheimer Schweiz- Public Health Schweiz

Rita Pezzati

SUPSI

Nationale Demenzkonferenz 2023 - Conférence nationale sur la démence 2023- Alzheimer Schweiz- Public Health Schweiz

Josef Huber

Ostschweizer Fachhochschule OST

Nationale Demenzkonferenz 2023 - Conférence nationale sur la démence 2023- Alzheimer Schweiz- Public Health Schweiz

Andreas Huber

Universität Zürich

Avatar – Public Health Schweiz – Alzheimer Schweiz

Margit Jochum

BAG

Kaufmann Nationale Demenzkonferenz 2023 – Public Health Schweiz – Alzheimer Schweiz

Edith Kaufmann

Hof Rickenbach

Nationale Demenzkonferenz 2023 - Conférence nationale sur la démence 2023- Alzheimer Schweiz- Public Health Schweiz

Anja Stauffer

Spitex Bern

Nationale Demenzkonferenz 2023 - Conférence nationale sur la démence 2023- Alzheimer Schweiz- Public Health Schweiz

Yvette Kummert

Juradorf Wiedlisbach

Nationale Demenzkonferenz 2023 - Conférence nationale sur la démence 2023- Alzheimer Schweiz- Public Health Schweiz

Felix Bohn

Wohnen im Alter GmbH

Avatar – Public Health Schweiz – Alzheimer Schweiz

Abstract

Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit nicht-medikamentöser Interventionen:
Der Ansatz der werteorientierten Gesundheitsversorgung

Eine Behandlung muss wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sein, damit ihre Kosten von der obligatorischen Krankenversicherung übernommen werden. Aber was heisst das für die nicht-medikamentösen Interventionen, die bei Demenz eine immer grössere Rolle spielen? Ein gutes Verständnis, wie der Nutzen von nicht-medikamentösen Interventionen in die Beurteilung ihrer Wirtschaftlichkeit einfliesst, ist eine Voraussetzung für den Nachweis dieser Wirtschaftlichkeit. Das gleiche gilt für die unterschiedlichen Formen von Kosten, die durch eine Intervention entstehen oder durch sie vermieden werden.

Abstract

Integrative Validation nach Nicole Richard und Lebensqualität bei Menschen mit Demenz

Die Integrative Validation (IVA) nach Richard® stellt eine akzeptierende Haltung verbunden mit einer wertschätzenden und eine auf die Person zentrierte Kommunikation dar, die es den betreuenden Personen ermöglichen, mit Menschen mit Demenz in Beziehung zu treten und eine Bindung zu gestalten, um sie so in ihrer inneren Erlebenswelt zu erreichen. Der Mensch mit Demenz wird durch die Umsetzung der IVA nicht auf seine Defizite reduziert, sondern in seinen Ressourcen wahrgenommen, was für ihn Lebensqualität bedeutet.

Abstract

Welche Erkenntnisse liefert die Puppentherapie für nichtmedikamentöse Interventionen?

Vorgestellt wird ein Forschungsprojekt zur Wirksamkeit der empathischen Puppentherapie, an dem 27 Alters- und Pflegeheime, 128 Personen mit mittelschwerer oder fortgeschrittener Demenz und rund 600 Pflegefachkräfte beteiligt waren. Neben den in dieser Studie erzielten positiven Ergebnissen, werden die spezifische Methode der «Puppentherapie» und praktische Erkenntnisse präsentiert, welche auch in anderen nichtmedikamentösen Interventionen angewendet werden können.
Abschliessend wird aufgezeigt, wie die körperliche und emotionale Wahrnehmung des Pflegepersonals im Umgang mit Demenzerkrankten zur optimalen Anwendung nichtmedikamentöser Interventionen geschult werden kann.

Abstract

Lebensqualität bei Demenz: Begrifflichkeit, Messung und Instrumente

Menschen mit Demenz ein gutes Leben zu ermöglichen, ist eine gesellschaftliche und wissenschaftliche Priorität. Was verstehen wir jedoch heute unter Lebensqualität und wie kann diese erfasst werden? Instrumente zur Messung der Lebensqualität von an Demenz erkrankten Menschen basieren häufig auf einem symptom- und defizitorientierten Ansatz der Lebensqualität. Es besteht deshalb ein Bedarf an Messmethoden und Instrumenten, welchen ein ressourcenorientiertes und individualisiertes Verständnis von Lebensqualität bei Demenz zu Grunde liegt.

Abstract

Nichtmedikamentöse Interventionen: Typologie, wissenschaftliche Evidenz und Lebensqualität

Meditation, Physiotherapie, logopädische oder neuropsychologische Intervention usw. Was kann man älteren Patientinnen und Patienten mit kognitiven Störungen anbieten? Wann ist es angebracht, eine Intervention vorzuschlagen? Zu den nichtmedikamentösen Interventionen existiert ein reichhaltiges und spannendes Angebot an Literatur. Ihre Wirksamkeit hängt von zahlreichen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Art der Intervention, dem Schweregrad der kognitiven Beeinträchtigung oder dem angestrebten Ziel. Wichtig ist, angemessene und personalisierte Interventionen anzubieten und die erzielten Fortschritte nachhaltig zu sichern.

Abstract

Musiktherapie, Alzheimer und Lebensqualität: Wirkungen und Nutzen für demenzerkrankte Personen?

„Musiktherapie für Menschen mit Demenz ist ein grosses Thema in aktuellen Studien, Büchern und an zahlreichen Fachkongressen. Insbesondere dort, wo andere Therapien nicht mehr weiterkommen, scheint die Musiktherapie bei Menschen mit Demenz oft noch «Spiel-Raum» zu haben. Bei der Auseinandersetzung damit, was die Musiktherapie eigentlich ausmacht, und wie sie bei dieser Zielgruppe erfolgreich angewendet wird, sollen sowohl wissenschaftliche als auch praxisorientierte Aspekte berücksichtigt werden.“

Abstract

Ressourcenfördernde Physiotherapie bei Menschen mit Demenz

«PatientIn ist nicht motiviert, nicht gefällig oder kann die Teilbelastung nicht einhalten» – viel zu oft lesen wir diese Einträge in täglichen Dokumentationen, Berichten von TherapeutInnen, Pflegenden und Ärzten in Spitälern und Heimen.
Wie gelingt es, systematisch geeignete standardisierte Untersuchungen, Abklärungen und optimal geeignete und individuelle physiotherapeutische Massnahmen durchzuführen, sei es im Bereich Schmerz, Sturzrisiko, Bewegungseinschränkung, Dysphagie und vielem mehr?
Entscheidend für Therapieerfolge ist die Fähigkeit von TherapeutInnen, den biografischen Hintergrund von Bewegung und Aktivität der PatientInnen als Ressource zu nutzen, das betreuende Umfeld miteinzubeziehen und interprofessionell eng zusammenzuarbeiten.

Abstract

Die Rolle der Ergotherapie in der Behandlung von an Demenz erkrankten Personen

Die wissenschaftliche Evidenz zeigt, wie wichtig es für Menschen mit Demenz ist, gewohnte Aktivitäten und Teilhabe aufrechtzuerhalten. Genau dies ist das Ziel der Ergotherapie. Sie unterstützt die betroffenen Personen darin, allen gewöhnlichen und aussergewöhnlichen Aktivitäten des täglichen Lebens nachzugehen: sich anziehen, kochen, den Haushalt führen, stricken, einkaufen, ins Restaurant gehen, Angehörige besuchen usw. Die Ergotherapie ermöglicht den Menschen somit, ihre Beschäftigungen weiterhin auszuüben, sowohl zuhause als auch ausserhalb der Wohnung.

Abstract

Demenzerkrankung und Lebensqualität: Der Beitrag der Sprachtherapie

Die Logopädie stellt eine facettenreiche Ressource der nicht-medikamentösen Behandlung für Menschen mit Demenz dar. Durch eine auf die Teilhabe ausgerichtete Therapie kann Sprache als zentraler Bestandteil einer zwischenmenschlichen Kommunikation berücksichtigt werden. Auch tragen eine angepasste Ernährung sowie der Abbau von Barrieren bei der Nahrungsaufnahme zur Steigerung der Lebensqualität bei. In diesem Referat wird die Expertise von logopädischen Fachpersonen im Handlungsfeld der Demenz aufgezeigt, um die Möglichkeiten einer logopädischen Therapie bei demenziellen Erkrankungen zu erläutern.

Abstract

Leben mit Alzheimer in einer Einrichtung: Welche Auswirkungen haben die Kontexte auf die Lebensqualität?

Das physische Umfeld im Heim ist entscheidend für die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner. Dabei kann es sich um eine passende Architektur oder Beleuchtung handeln, um eine zweckmässige Signaletik oder um Möglichkeiten, sich zu bewegen. Von all diesen Elementen ist bekannt, dass sie sich positiv auf eine höhere Lebensqualität, weniger Frustration oder ein Gefühl von mehr Autonomie auswirken. Neben der Einrichtung gilt es aber auch andere Faktoren zu berücksichtigen. In diesem Beitrag wird untersucht, welche Möglichkeiten bestehen, Aktivitäten ausserhalb des Heims anzubieten, und wie eine solche Veränderung der Umgebung die Lebensqualität der betroffenen Personen fördern kann.

Abstract

Sicherheit ohne Bevormundung: Teilhabe und Selbstbestimmung bei Demenz

Wir begleiten Menschen mit Demenz und ihre Nahestehenden im Spannungsfeld zwischen Schutzpflicht und Selbstbestimmung. Der Beitrag stellt einen klaren Handlungsrahmen vor, der geteilte oder unterstützte Entscheidungsfindung mit einem Stufenplan für Sicherheit im Alltag verbindet. Er zeigt, wie Fachpersonen Diversität, Gleichberechtigung und bedarfsgerechte Unterstützung konkret berücksichtigen können. Praxisnahe Beispiele verdeutlichen die Rolle von Fachpersonen als Ermöglichende, Koordinierende und Anwält:innen. Zudem wird das Potenzial von Caring Communities (kein Pflegeersatz) für Entlastung und passende Zugänge aufgezeigt.

Abstract

Demenz und Migration

Die Versorgung von Menschen mit Demenz und Migrationsgeschichte ist häufig durch sprachliche, strukturelle und kulturelle Barrieren geprägt. Mit fortschreitender Demenz verlieren viele Betroffene ihre Zweitsprache und kehren emotional zu ihrer Herkunftskultur zurück. Die Fallvignette einer Frau aus Bosnien zeigt, wie Musik, Rituale, Tradition und Muttersprache zu zentralen Ressourcen des Personseins werden und welche biografisch-kulturellen Bedürfnisse im Versorgungskontext sichtbar werden.

Abstract

Unterschiedliche Wahrnehmungen von Demenz im Migrationskontext: Herausforderungen und Chancen

Die Wahrnehmung von Demenz und von Demenzbetroffenen variiert je nach kulturellem, gesellschaftlichem und historischem Kontext und beeinflusst sowohl die Anerkennung als auch das Erleben der Erkrankung. In zahlreichen Weltregionen ist Demenz nach wie vor weitgehend unbekannt und wird aufgrund anderer Prioritäten und einer kürzeren Lebensdauer nicht als gesundheitliches Problem identifiziert. In der Schweiz stellt sich durch die älter werdende Bevölkerung, auch von immer mehr Menschen mit verschiedensten Migrationshintergründen, die Frage, wie es um einen gerechten Zugang zur Gesundheitsversorgung, um Verständnis und Begleitung von Demenzbetroffenen bestellt ist. Der Vortrag gibt Einblick in unterschiedliche Wahrnehmungen von Demenz und thematisiert die Herausforderungen und Chancen, die sich in Hinblick auf Prävention, Begleitung und die Erbringung von Versorgungsleistungen ergeben.

Abstract

Wir fassen den aktuellen Erkenntnisstand über die sozialen Faktoren von Demenz und deren Behandlung aus einer Lebensverlaufsperspektive zusammen. Der Vortrag zeigt, wie soziale Ungleichheiten in Bezug auf Kindheit, Bildung, Lebensbedingungen, wirtschaftliche Ressourcen und berufliche Laufbahnen sowohl das Risiko für eine Demenzerkrankung als auch den Zugang zu und die Qualität von Gesundheitsversorgung beeinflussen. Wir reflektieren die Rolle des Gesundheitssystems und der nationalen Politik hinsichtlich der Verringerung von sozialen Ungleichheiten kritisch und zeigen Handlungsmöglichkeiten auf systemischer und gesellschaftlicher Ebene für mehr Chancengleichheit auf.

Abstract

Menschen mit Demenz (MmD) erleben ihre Krankheit nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit ihren individuellen, Lebensrealitäten, wie Geschlecht, soziale Lage, Bildung, sexuelle Orientierung, Migrationserfahrung, Vorerkrankungen (Multimorbidität), Behinderung. Diese Merkmale überlagern sich und beeinflussen wesentlich, wie (und ob) Menschen Zugang zu Unterstützung haben und/oder wie vorhandene Angebote in Anspruch genommen werden. Der Vortrag führt in diese komplexe, aber immer wichtiger werdende Thematik der «Intersektionalität» ein, klärt den Begriff und zeigt anhand aktueller Forschung und Praxisbeispielen, in welchen Situationen ein intersektionaler Ansatz dabei unterstützen kann, Versorgungsgerechtigkeit zu fördern und Diskriminierung abzubauen.