Informationen

Datum

Dienstag, 28. April 2026
8:30 Uhr bis 17:00 Uhr

Konferenzort

Die Konferenz findet auf dem BERNEXPO Gelände statt und wird per Live-Stream online übertragen.

Adresse
Mingerstrasse 6
3000 Bern

Anreise

Eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird empfohlen.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Nutzen Sie nach Möglichkeit die S-Bahn nach Bahnhof Bern Wankdorf – dieser liegt in unmittelbarer Nähe zum Messegelände. Zwischen dem Guisanplatz und dem Bahnhof Bern verkehrt zusätzlich die Buslinie 9A.

Informationen zu möglichen Verbindungen finden sie auf sbb.ch.

Mit dem Auto

Das BERNEXPO-Areal liegt an der Autobahn A1/A6/A12. Nehmen Sie die Ausfahrt «Wankdorf» und folgen Sie den Wegweisern «BERNEXPO»/«expo». Vor Ort warten über 2500 Parkplätze, einige davon im Parkhaus.

Mehr Infos finden sie auf der BERNEXPO Seite.

Teilnahmegebühren

In die Teilnahmegebühren inbegriffen sind ein Begrüssungskaffee, Pausenverpflegung, Stehlunch sowie ein Tagesticket für die BEA 2026 .

Vor Ort (CHF)Online (CHF)
Early Bird (11. Januar 2026) Nicht-Mitglieder 340135
Mitglieder*250105
Late Bird (ab dem 12. Januar 2026) Nicht-Mitglieder380135
Mitglieder* 310105
Studierende/Doktorierende**15050
*Mitglieder von Public Health Schweiz (Einzel- oder Kollektivmitgliedschaften) oder Alzheimer Schweiz (Einzel- oder Familienmitgliedschaften / ohne Kollektivmitgliedschaften)

**Studierende und Doktorierende erhalten einen reduzierten Tarif.

Weitere Informationen

Bei einer Annullierung der Anmeldung (bis am 14. April 2026) werden 50% der Konferenzgebühr rückerstattet. Danach oder bei Nichterscheinen wird die Rechnung fällig und es kann keine Rückerstattung mehr erfolgen.

Stornierungen müssen schriftlich per Mail (info@demenz-konferenz.ch) erfolgen.

Wir bemühen uns barrierefreie Anreisen zu ermöglichen (soweit diese vorhanden sind).
Individuelle Anliegen können direkt beim Organisationskomitee gemeldet werden.

SVNP (Schweizerische Vereinigung der Neuropsychologinnen und Neuropsychologen): 7 Credits

Fachgesellschaft FPH Spital – Spitalpharmazie und klinischer Pharmazie: 50 Credits

SBK (Schweizer Berufsverband für Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner): 5 Credits

APN-CH: 5 Credits

SGPP (Schweizerische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie): 5 Credits

FPH Offizinpharmazie (PharmaSuisse): 50 Credits

Die Nationale Demenzkonferenz wird sowohl vor Ort wie auch online simultan übersetzt auf Deutsch und Französisch.

Mit einem Online-Ticket kann die Konferenz nur online besucht werden. Die Zugangsdaten erhalten Sie ein paar Tage vor der Konferenz.

Ein Online-Zugang gilt für eine Personen. Es ist nicht möglich einen Zugang für mehrere Personen zu nützen. 

Mit einem Vor-Ort-Ticket kann die Konferenz in Bern vor Ort besucht werden. 

Die Vor-Ort-Tickets sind begrenzt verfügbar.

In der Konferenzgebühr des Vor-Ort-Tickets ist ein Begrüssungskaffee, Pausenverpflegung sowie ein Stehlunch inbegriffen.

Abstract

Sicherheit ohne Bevormundung: Teilhabe und Selbstbestimmung bei Demenz

Wir begleiten Menschen mit Demenz und ihre Nahestehenden im Spannungsfeld zwischen Schutzpflicht und Selbstbestimmung. Der Beitrag stellt einen klaren Handlungsrahmen vor, der geteilte oder unterstützte Entscheidungsfindung mit einem Stufenplan für Sicherheit im Alltag verbindet. Er zeigt, wie Fachpersonen Diversität, Gleichberechtigung und bedarfsgerechte Unterstützung konkret berücksichtigen können. Praxisnahe Beispiele verdeutlichen die Rolle von Fachpersonen als Ermöglichende, Koordinierende und Anwält:innen. Zudem wird das Potenzial von Caring Communities (kein Pflegeersatz) für Entlastung und passende Zugänge aufgezeigt.

Abstract

Demenz und Migration

Die Versorgung von Menschen mit Demenz und Migrationsgeschichte ist häufig durch sprachliche, strukturelle und kulturelle Barrieren geprägt. Mit fortschreitender Demenz verlieren viele Betroffene ihre Zweitsprache und kehren emotional zu ihrer Herkunftskultur zurück. Die Fallvignette einer Frau aus Bosnien zeigt, wie Musik, Rituale, Tradition und Muttersprache zu zentralen Ressourcen des Personseins werden und welche biografisch-kulturellen Bedürfnisse im Versorgungskontext sichtbar werden.

Abstract

Unterschiedliche Wahrnehmungen von Demenz im Migrationskontext: Herausforderungen und Chancen

Die Wahrnehmung von Demenz und von Demenzbetroffenen variiert je nach kulturellem, gesellschaftlichem und historischem Kontext und beeinflusst sowohl die Anerkennung als auch das Erleben der Erkrankung. In zahlreichen Weltregionen ist Demenz nach wie vor weitgehend unbekannt und wird aufgrund anderer Prioritäten und einer kürzeren Lebensdauer nicht als gesundheitliches Problem identifiziert. In der Schweiz stellt sich durch die älter werdende Bevölkerung, auch von immer mehr Menschen mit verschiedensten Migrationshintergründen, die Frage, wie es um einen gerechten Zugang zur Gesundheitsversorgung, um Verständnis und Begleitung von Demenzbetroffenen bestellt ist. Der Vortrag gibt Einblick in unterschiedliche Wahrnehmungen von Demenz und thematisiert die Herausforderungen und Chancen, die sich in Hinblick auf Prävention, Begleitung und die Erbringung von Versorgungsleistungen ergeben.

Abstract

Wir fassen den aktuellen Erkenntnisstand über die sozialen Faktoren von Demenz und deren Behandlung aus einer Lebensverlaufsperspektive zusammen. Der Vortrag zeigt, wie soziale Ungleichheiten in Bezug auf Kindheit, Bildung, Lebensbedingungen, wirtschaftliche Ressourcen und berufliche Laufbahnen sowohl das Risiko für eine Demenzerkrankung als auch den Zugang zu und die Qualität von Gesundheitsversorgung beeinflussen. Wir reflektieren die Rolle des Gesundheitssystems und der nationalen Politik hinsichtlich der Verringerung von sozialen Ungleichheiten kritisch und zeigen Handlungsmöglichkeiten auf systemischer und gesellschaftlicher Ebene für mehr Chancengleichheit auf.

Abstract

Menschen mit Demenz (MmD) erleben ihre Krankheit nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit ihren individuellen, Lebensrealitäten, wie Geschlecht, soziale Lage, Bildung, sexuelle Orientierung, Migrationserfahrung, Vorerkrankungen (Multimorbidität), Behinderung. Diese Merkmale überlagern sich und beeinflussen wesentlich, wie (und ob) Menschen Zugang zu Unterstützung haben und/oder wie vorhandene Angebote in Anspruch genommen werden. Der Vortrag führt in diese komplexe, aber immer wichtiger werdende Thematik der «Intersektionalität» ein, klärt den Begriff und zeigt anhand aktueller Forschung und Praxisbeispielen, in welchen Situationen ein intersektionaler Ansatz dabei unterstützen kann, Versorgungsgerechtigkeit zu fördern und Diskriminierung abzubauen.