Informationen

Datum

Dienstag, 30. April 2024

Konferenzort

Die Konferenz findet vor Ort im Kongresszentrum Kreuz in Bern (Zeughausgasse 41, 3011 Bern) statt und wird per Live-Stream online übertragen.

Teilnahme vor Ort - AUSGEBUCHT

Mit einem Vor-Ort-Ticket kann die Konferenz in Bern vor Ort besucht werden. 

Eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird empfohlen. Das Kongresszentrum Kreuz befindet sich in der Nähe vom Bahnhof.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Die passende Verbindung finden Sie unter www.sbb.ch.

Mit dem Auto: Wir empfehlen das nahe gelegene METRO Parking.

Wir bemühen uns barrierefreie Anreisen zu ermöglichen (soweit diese vorhanden sind).
Individuelle Anliegen können direkt beim Organisationskomitee gemeldet werden.

Teilnahme online - Anmeldeschluss Montagabend, 29. April 2024

Mit einem Online-Ticket kann die Konferenz nur online besucht werden. Die Zugangsdaten erhalten Sie ein paar Tage vor der Konferenz.

Ein Online-Zugang gilt für eine Personen. Es ist nicht möglich einen Zugang für mehrere Personen zu nützen. 

Sprache

Die Nationale Demenzkonferenz wird sowohl vor Ort wie auch online simultan übersetzt auf Deutsch und Französisch.

Anmeldung

Die Tickets vor Ort sind ausgebucht. Online-Tickest sind noch verfügbar.

Verpflegung

In der Konferenzgebühr des Vor-Ort-Tickets ist der Stehlunch im Kongresszentrum Kreuz sowie die Pausenverpflegung inbegriffen.

Teilnahmegebühr

Vor Ort
(CHF)
Online
(CHF)
Early Bird (bis 31.01.2024) Nicht-Mitglieder 320120
Mitglieder*23090
Studierende/Doktorierende**-30
Late Bird (ab dem 01.02.2024) Nicht-Mitglieder360120
Mitglieder* 29090
Studierende/Doktorierende**-30

*Mitglieder von Public Health Schweiz (Einzel- oder Kollektivmitgliedschaften) oder Alzheimer Schweiz (Einzel- oder Familienmitgliedschaften / ohne Kollektivmitgliedschaften)

**Studierende und Doktorierende erhalten einen Online-Zugang zu einem reduzierten Tarif.
Für die Veranstaltung vor Ort gilt der reguläre Preis.

Annullation

Bei jeder Annullation wird dem Teilnehmer folgender Anteil der Kosten in Rechnung gestellt:

  • bis 14 Tage vor Veranstaltung: 50% der Teilnahmegebühren
  • ab 14 Tage vor Veranstaltung (ab 17.04.2024) oder bei Nichterscheinen 100% der Teilnahmegebühren

Credits

Swiss Public Health Doctors SPHD : 6 Credits

SVNP (Schweizerische Vereinigung der Neuropsychologinnen und Neuropsychologen): 7 Credits

SNG (Schweizerische Neurologische Gesellschaft): 8 Credits

SFGG (Schweizer Fachgesellschaft für Geriatrie): 6 Credits

SBK (Schweizer Berufsverband für Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner): 5 Credits

SGPP (Schweizerische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie): 5 Credits

APN-CH: 5 Credits

Abstract

Sicherheit ohne Bevormundung: Teilhabe und Selbstbestimmung bei Demenz

Wir begleiten Menschen mit Demenz und ihre Nahestehenden im Spannungsfeld zwischen Schutzpflicht und Selbstbestimmung. Der Beitrag stellt einen klaren Handlungsrahmen vor, der geteilte oder unterstützte Entscheidungsfindung mit einem Stufenplan für Sicherheit im Alltag verbindet. Er zeigt, wie Fachpersonen Diversität, Gleichberechtigung und bedarfsgerechte Unterstützung konkret berücksichtigen können. Praxisnahe Beispiele verdeutlichen die Rolle von Fachpersonen als Ermöglichende, Koordinierende und Anwält:innen. Zudem wird das Potenzial von Caring Communities (kein Pflegeersatz) für Entlastung und passende Zugänge aufgezeigt.

Abstract

Demenz und Migration

Die Versorgung von Menschen mit Demenz und Migrationsgeschichte ist häufig durch sprachliche, strukturelle und kulturelle Barrieren geprägt. Mit fortschreitender Demenz verlieren viele Betroffene ihre Zweitsprache und kehren emotional zu ihrer Herkunftskultur zurück. Die Fallvignette einer Frau aus Bosnien zeigt, wie Musik, Rituale, Tradition und Muttersprache zu zentralen Ressourcen des Personseins werden und welche biografisch-kulturellen Bedürfnisse im Versorgungskontext sichtbar werden.

Abstract

Unterschiedliche Wahrnehmungen von Demenz im Migrationskontext: Herausforderungen und Chancen

Die Wahrnehmung von Demenz und von Demenzbetroffenen variiert je nach kulturellem, gesellschaftlichem und historischem Kontext und beeinflusst sowohl die Anerkennung als auch das Erleben der Erkrankung. In zahlreichen Weltregionen ist Demenz nach wie vor weitgehend unbekannt und wird aufgrund anderer Prioritäten und einer kürzeren Lebensdauer nicht als gesundheitliches Problem identifiziert. In der Schweiz stellt sich durch die älter werdende Bevölkerung, auch von immer mehr Menschen mit verschiedensten Migrationshintergründen, die Frage, wie es um einen gerechten Zugang zur Gesundheitsversorgung, um Verständnis und Begleitung von Demenzbetroffenen bestellt ist. Der Vortrag gibt Einblick in unterschiedliche Wahrnehmungen von Demenz und thematisiert die Herausforderungen und Chancen, die sich in Hinblick auf Prävention, Begleitung und die Erbringung von Versorgungsleistungen ergeben.

Abstract

Wir fassen den aktuellen Erkenntnisstand über die sozialen Faktoren von Demenz und deren Behandlung aus einer Lebensverlaufsperspektive zusammen. Der Vortrag zeigt, wie soziale Ungleichheiten in Bezug auf Kindheit, Bildung, Lebensbedingungen, wirtschaftliche Ressourcen und berufliche Laufbahnen sowohl das Risiko für eine Demenzerkrankung als auch den Zugang zu und die Qualität von Gesundheitsversorgung beeinflussen. Wir reflektieren die Rolle des Gesundheitssystems und der nationalen Politik hinsichtlich der Verringerung von sozialen Ungleichheiten kritisch und zeigen Handlungsmöglichkeiten auf systemischer und gesellschaftlicher Ebene für mehr Chancengleichheit auf.

Abstract

Menschen mit Demenz (MmD) erleben ihre Krankheit nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit ihren individuellen, Lebensrealitäten, wie Geschlecht, soziale Lage, Bildung, sexuelle Orientierung, Migrationserfahrung, Vorerkrankungen (Multimorbidität), Behinderung. Diese Merkmale überlagern sich und beeinflussen wesentlich, wie (und ob) Menschen Zugang zu Unterstützung haben und/oder wie vorhandene Angebote in Anspruch genommen werden. Der Vortrag führt in diese komplexe, aber immer wichtiger werdende Thematik der «Intersektionalität» ein, klärt den Begriff und zeigt anhand aktueller Forschung und Praxisbeispielen, in welchen Situationen ein intersektionaler Ansatz dabei unterstützen kann, Versorgungsgerechtigkeit zu fördern und Diskriminierung abzubauen.